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Springer/ProSiebenSat.1

Fusion wäre bedenklich


Der DJV hat Bedenken zu einer möglichen Fusion der Medienunternehmen Springer und ProSiebenSat.1 geäußert.

Ein Zusammenschluss würde eine erhebliche Medienmacht in einer Hand bündeln und trüge die Gefahr in sich, dass Zusammenlegungen von Redaktionen die Medienvielfalt weiter reduzierten, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Er nahm damit Stellung zu Berichten, nach denen die beiden Medienkonzerne über eine Fusion verhandeln. Springer hat die Berichte weder dementiert noch bestätigt. Ein Zusammengehen von Springer und ProSiebenSat.1 war zuletzt 2006 gescheitert.  „Insbesondere bei Springer hat sich seitdem vieles verändert“, sagte Konken. Der Konzern habe zahlreiche Print-Titel abgestoßen und die Digitalisierung vorangetrieben. „Dennoch hat Springer nach wie vor eine große publizistische Bedeutung.“ Mit einem Zusammenschluss mit ProSiebenSat.1 erhalte Springer im TV-Bereich den Zugang zum Publikumsmarkt. Völlig offen seien die Auswirkungen einer Fusion auf die journalistischen Arbeitsplätze und die Arbeitsbedingungen der freien Journalisten bei den beiden Unternehmen. „Auf keinen Fall darf es zum Stellenabbau oder zu schlechteren Konditionen für die Mitarbeiter kommen“, warnte Konken. 

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