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Tarifrunde Zeitungen

Ohne Angebot beendet


Ohne konkretes Gehaltsangebot ging am heutigen Nachmittag in Frankfurt/Main die erste Runde der Tarifverhandlungen für die rund 13.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen zu Ende.

Die Vertreter des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) stellten ein Angebot in Aussicht, das sie jedoch noch nicht beziffern wollten. Sie sprachen sich für eine Laufzeit des Gehaltstarifvertrags über drei Jahre aus, womit er zusammen mit dem geltenden Manteltarifvertrag Ende 2018 auslaufen würde. Wegen finanzieller Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der Reform des Urhebervertragsrechts müsse es ein Sonderkündigungsrecht des Tarifvertrags durch die Verlage geben, forderte der BDZV. Die schwierige wirtschaftliche Situation der Branche lasse eine spürbare Erhöhung der Realeinkommen nicht zu.DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring bedauerte, dass der BDZV kein konkretes Gehaltsangebot vorgelegt habe: „Die Kolleginnen und Kollegen haben zügige Verhandlungen mit einem klaren Resultat verdient.“ Er kritisierte, dass die Zeitungsverleger keine überzeugenden Argumente gegen Gehalts- und Honorarerhöhungen hätten vorbringen können. „Den Verlegern mangelt es offensichtlich an der Einsicht, dass die wachsende Arbeitsverdichtung in den Redaktionen ihren Preis hat.“ Er hoffe darauf, dass die Verleger zügig zu einem verhandelbaren Tarifangebot fänden.Die zweite Runde Tarifverhandlungen soll am 10. März ab 11.30 Uhr in Frankfurt/Main stattfinden.

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