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JVBB-Seminar

Spannende Reden schreiben


Ein Redner langweilt sein Publikum, einer nach dem anderen verlässt den Saal. Den letzten, der in der ersten Reihe noch geblieben ist, fragt der Redner: „Warum sind Sie denn noch hier?“ Antwort: „Ich soll nach Ihnen reden.“

Nicht immer war es so lustig wie an der Stelle, als Seminarleiter Markus Franz diese Anekdote zum besten gab. Aber locker ging es jederzeit zu, und gelernt haben wir sieben Teilnehmer viel. Franz, dessen Buch über das Redenschreiben in Kürze erscheint, gibt nämlich nicht nur die üblichen Tipps (Was ist die Botschaft? Beispiele geben! Humor einstreuen!). Er vertritt auch pointierte – und umstrittene - Thesen. Wer Reden für andere schreibt, soll den Redner möglichst dazu bringen, seine eigene Persönlichkeit einzubringen, fordert er. Nichts bringe so viel Sympathie beim Publikum, wie wenn der Redner etwas von sich selbst preisgebe – auch mal Selbstkritisches. Nicht alle Chefs von Pressereferenten oder Redenschreibern hören das gern. Der Text muss natürlich auf Anlass und Publikum zugeschnitten sein. Franz war Chefredenschreiber für Peer Steinbrück während des Bundestagswahlkampfes und war von der Kritikfähigkeit seines Chefs beeindruckt. „Er hat sich wirklich was sagen lassen und hat daraus gelernt.“ Jeder der Teilnehmer/innen des zweitägigen Seminars brachte eine Rede mit und trug Auszüge daraus vor. Die Rede durfte dann von den anderen freundlich zerpflückt werden. Es folgten zum Teil heitere Diskussionen über eine Checkliste für gute Reden…damit dann am zweiten Tag jede und jeder eine neue (Kurz-) Rede schreiben konnte. Und siehe da: Die erhielten auf einmal einhellig gute Noten: persönlich, spannender Einstieg, Publikum bei der Stange gehalten…Der JVBB plant mit Markus Franz (www.redenschreibenwirken.de) einen Lese- und Diskussionsabend zum Erscheinen seines Buches „Reden Schreiben Wirken - und ganz nebenbei ein besserer Mensch werden“ Ende März – und ein weiteres Seminar.

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