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Deutsche Welle

Vor Programmreform


Englische TV-News rund um die Uhr, Ausbau der Online-Angebote und verstärkte Social-Media-Angebote: Mit einem englischen Nachrichtenkanal will sich die Deutsche Welle neu positionieren und im internationalen Wettbewerb punkten.

Bereits im Herbst sollen die neuen Programme starten. Eine Entscheidung, die den deutschen Auslandssender nachhaltig verändern wird. Von der Verlagerung des Schwerpunkts auf Englisch sind auch alle anderen Programmangebote der derzeit 30 Sendesprachen der DW betroffen. Auch hier werden Schwerpunkte gesetzt: So werden etwa die Angebote bei Chinesisch, Spanisch und Ukrainisch verstärkt, die Programme der Sprachen Bosnisch, Urdu und Indonesisch hingegen müssen deutlich reduziert werden. Auch im deutschen Programm gibt es erhebliche Veränderungen. Intendant Peter Limbourg will künftig auf rund ein Drittel aller Fernsehmagazine verzichten, ihre Produktion wird eingestellt. Außerdem soll künftig noch mehr von ARD und ZDF übernommen werden. Insgesamt soll "der Aufwand reduziert werden", sagt Limbourg. Die Einsparungen kommen vor allem dem englischen Programm zugute.

Wie sich die Reform auf die Beschäftigung der rund 1500 festen und ebenso vielen freien Mitarbeiter auswirken wird, ist derzeit noch unklar. Wahrscheinlich werden aber nicht alle Beschäftigten gehalten werden können.

Der Jahresetat des aus Steuermitteln finanzierten Senders liegt derzeit bei rund 270 Millionen Euro. Der Etat für das Jahr 2014 muss erst vom Bundestag beschlossen werden und steht derzeit noch nicht fest. 

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